Finanzielle Unterstützung als Student

Ohne Moos nix los... ja ja, das gute Geld. Studieren kostet und das nicht gerade wenig. Rund 30.000 Euro muss man für so ein Bachelor-Studium heutzutage einplanen (Miete, Essen, Versicherungen, Bücher …). Doch nicht jeder hat reiche Eltern, die einem das Studium (womöglich in einer fremden Stadt in einer coolen WG) locker bezahlen können. Also, wie kannst du dir dann trotzdem dein Hochschulstudium leisten? Wir haben einige Möglichkeiten für dich zusammengestellt:

 

BAföG

Unter BAföG versteht man umgangssprachlich eine staatliche Finanzspritze für Studenten. Im Bundesausbildungsförderungsgesetz regelt das BAföG die staatlichen Zulagen und die Bedingungen und Kriterien. Da kommt es beispielsweise darauf an, wie viel deine Eltern verdienen und ob du für dein Studium in eine andere Stadt ziehen musst. Wenn du Glück und Anspruch auf BAföG hast, dann besteht es zur Hälfte aus einem zinslosen Kredit (den du einige Jahre nach deinem Studium zurückzahlst) und zur anderen Hälfte aus einem staatlichen Zuschuss, den du nicht zurückzahlen musst. Um überhaupt in den „Genuss“ von BAföG zu kommen, musst du: dein Studium vor deinem 30. Geburtstag begonnen haben, die Regelstudienzeit einhalten und regelmäßig Nachweise über deine erbrachten Leistungen abliefern. BAföG musst du beim Studentenwerk deiner Hochschule beantragen, sofern ersbewilligt wird, kannst du monatlich bis zu 670 Euro erhalten (rechtzeitig beantragen, da du nicht rückwirkend ab Studienbeginn Geld bekommst, sondern ab Antragstellung!).

 

Studienkredite

„Normale“ Kredite sind nicht zu empfehlen, da die Konditionen ohne Sicherheiten schlecht sind. Deshalb gibt es speziell für die Zielgruppe Studentenkredite. Die Auszahlung des Kredites erfolgt nicht einmalig, sondern monatlich. Du kannst je nach Bank verschiedene Kreditrahmen wählen. In den vergangenen Jahren hatte die KfW-Förderbank die günstigsten Konditionen. Vergleichen ist jedoch (wie immer) sehr sinnvoll. Achtung Schuldenfalle: Irgendwann musst du den Kredit natürlich zurückzahlen. Und der Tag kommt schneller, als du denkst. Sobald du mit deinem Studium fertig bist, stehst du mit einem Haufen Schulden da. Denn du musst nicht nur das zurückzahlen, was du bekommen hast, sondern mehr: Studienkredite haben meist höhere Zinsen. Gefahr: Auch wenn du dein Studium vorzeitig abbrichst oder nach deinem Studium keinen Job hast, musst du deinen Kredit zurückzahlen. Eine Reduzierung der Raten ist nur selten möglich. So kann in den schlimmsten Fällen eine Privatinsolvenz drohen .

 

Stipendien

Es gibt verschiedene Stiftungen in Deutschland, bei denen man sich für ein Stipendium bewerben kann. Rund 14.000 Studenten kommen in Deutschland derzeit in den Genuss eines Stipendiums. Meist ist es ein sehr hoher Bewerbungsaufwand, der sich aber lohnt. Denn: Stipendien müssen nicht zurückgezahlt werden! Die gute Nachricht: Stipendien werden nicht nur an Hochbegabte vergeben, sondern auch an „Durchschnitts-Studenten“. Allerdings ist meistens ein seeehr gutes Abizeugnis und soziales und gesellschaftliches Engagement Voraussetzung. Im Internet findest du Listen deutscher Stiftungen und deren Voraussetzungen. Und dann heißt es: bewerben und Daumen drücken.

 

Nebenjob

Typische Studentenjobs sind: Barkeeper, Lagerarbeiter, Nachhilfe-Lehrer ... meist sind die Jobs studienfachfremd, sie bringen dir also nichts fürs Studium außer ein bisschen Taschengeld. Oft arbeitest du 20 Stunden die Woche und verdienst dabei 450 Euro im Monat. Doch Achtung: Wenn du auch BAföG beziehst, wird alles über 400 Euro mit dem BAföG verrechnet! Auch sonst musst du aufpassen und eine gewisse jährliche Verdienstgrenze einhalten, da der darüber hinausgehende Verdienst mit dem Kindergeld verrechnet wird. Pro Monat kannst du 753 Euro verdienen, ohne dass du Steuern zahlen musst.